Multiversität - Symposion im Treibhaus 17.9.2019

Studentische Proteste
Proletarische Wende
Migration

Symposion im Innsbrucker Treibhaus
Dienstag, 17. September 2019

18 bis 19 Uhr
1960er / 1970er Jahre
Impulsvorträge von Simon Goeke, Fritz Keller und Sema Poyraz

19:30 bis 21:00 Uhr Podiumsdiskussion mit Simon Goeke, Fritz Keller, Sigrid Maurer, Sema Poyraz, Marlene Spitzy und Rosmarie Thüminger

Die europaweite studentische Protestbewegung der 1968er Jahre veränderte Österreich und insbesondere das Bundesland Tirol entscheidend. Studierende setzten sich für mehr Mitspracherecht und Mitgestaltungsmöglichkeiten an den Universitäten ein, so auch an der Innsbrucker Leopold-Franzens-Universität. Dabei stand neben hochschulpolitischen Anliegen ebenso das Gesellschaftliche im Mittelpunkt. Diese Thematik wird in der Diskussionsveranstaltung am 17. September 2019 im Innsbrucker Treibhaus näher beleuchtet. Gemeinsam mit Simon Goeke, Fritz Keller, Sigrid Maurer, Marlene Spitzy, Rosmarie Thüminger sowie anderen Akteurinnen und Akteuren von damals, aber auch von heute sollen Brücken in die Gegenwart gebildet und Fragen diskutiert werden.
Die Veranstaltung findet im Rahmen der Ausstellung „Multiversität. Internationale Studierende in Innsbruck - 1955 bis 1995“ statt.

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Gestaltung: Daniel Jarosch


ExpertInnen:

Simon Goeke ist Mitarbeiter am Münchner Stadtmuseum und promovierte zu Migration und politischer Aktivismus in den Gewerkschaften und sozialen Bewegungen der 1960er und 1970er Jahren an der Ludwig-Maximlians-Universität München.

Fritz Keller ist ein österreichischer Historiker, der u.a. das Buch „Wien, Mai 1968 – Eine heiße Viertelstunde“ verfasste. Darin dokumentiert er als Autor und Aktivist der Studentenproteste in Österreich die 1968er-Bewegung in Wien.

Sigrid Maurer, geboren in Rum, Tirol, war von 2009 bis 2011 ÖH-Vorsitzende und engagierte sich als Mitglied der Grünen & Alternativen Student_innen (GRAS) in der Österreichischen Hochschülerschaft.

Sema Poyraz, geboren in Zonguldak, Türkei, hat 1971 bis 1973 Theaterwissenschaften an der Ludwig-Maximilian-Universität in München studiert, wo sie mit politischen Aktivitäten begann - gegen die Militärdiktatur in der Türkei, für Gleichberechtigung der Migrant_innen und Frauen. 1974 zog sie nach Berlin, wo sie an der Deutschen Film- und Fernsehakademie ihr Studium abgeschlossen hat und heute noch lebt.

Marlene Spitzy, Studentin der Politikwissenschaften, wurde im Juli 2019 zur neuen Bundesvorsitzenden des Verbands Sozialistischer Student_innen (VSStÖ) gewählt.

Rosmarie Thüminger, geboren in Laas in Südtirol, ist freie Schriftstellerin und lebt in Innsbruck. Neben ihrem politischen Engagement bei der KPÖ setzte sie sich auch in der Zeit der studentischen Protestbewegung für die Rechte der Frauen und für die Bildungspolitik ein.


Moderation: Juliane Nagiller, Radio Österreich 1


Multiversität im Tiroler Volkskunstmuseum

multiversitaet tvkm kleinDie Wanderausstellung „Multiversität. Internationale Studierende in Innsbruck – 1955 bis 1995“ ist Anfang Juni in den Arkadenhof des Tiroler Volkskunstmuseums übersiedelt, wo sie bis zum 29. September 2019 zu sehen oder im Rahmen einer Führung (Anfrage an Tuğba Şababoğlu, ) zu besuchen ist.

Bereits seit der Gründung der Leopold-Franzens-Universität im Jahr 1669 gestalten inländische wie internationale Studierende das studentische und gesellschaftliche Leben in Innsbruck. So wurde das Jubiläumsjahr der Universität zum Anlass, um die Vielfalt an dieser Bildungsstätte in Form einer Schau hervorzuheben. In der Wanderausstellung „Multiversität“ werden anhand von lebensgeschichtlichen Erzählungen und weiteren Quellen studentische Erfahrungen, kulturelle, politische und soziale Aktivitäten aus der Perspektive internationaler Studierender, die zwischen 1955 und 1995 ein Studium an dieser Hochschule aufgenommen haben, in den Fokus der zeitgeschichtlichen Forschung gerückt.

Kooperationspartner

„Multiversität“ - Ein Projekt des Instituts für Zeitgeschichte, des Zentrums für MigrantInnen in Tirol – ZeMiT, des Dokumentationsarchivs Migration Tirol – DAM, des Tiroler Volkskunstmuseums sowie des Instituts für Gestaltung/ Konstruktion und Gestaltung – i.sd und des Instituts für Erziehungswissenschaft der Universität Innsbruck.

Unterstützt von
der Fakultät für Bildungswissenschaften und den Internationalen Diensten der Universität Innsbruck, vom sozialökonomischen Betrieb Horuck, der Stadt Innsbruck und vom Land Tirol

Foto: Christa Pertl / ZeMiT

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