Vernissage heimatloser

„Heimat ist, wo man frei ist.“ Ausstellungseröffung heimat<loser am 2. November im Landhaus 2

Am Vormittag des 2. November fand sich eine interessierte Runde zur Eröffnung der Ausstellung heimat<loser im Landhaus 2 ein. Landesrätin Gabriele Fischer ließ es sich trotz sehr engem Zeitplan nicht nehmen, die Ausstellung zu eröffnen.

 

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LRin Gabriele Fischer mit dem Kuratorenteam / Andrea Possenig-Moser, Michaela Nindl, Gerhard Hetfleisch. Foto: Land Tirol/ Presse

 „Die Ausstellung zeigt eindrücklich, wie vielfältig die Schicksale, die Sichtweisen – kurz: die zugewanderten Menschen – sind“, betonte Integrationslandesrätin Gabriele Fischer in ihren Eröffnungsworten. „Die Aussagen der Menschen sind ganz unterschiedlich und spiegeln die Vielfalt in unserer Gesellschaft wider. Sie führen uns eindrücklich die Stärken und Vorteile einer vielfältigen Gemeinschaft vor Augen“, so die Landesrätin weiter.

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Mirjana Stojaković führte durch das Programm, Wolfgang Meixner von der Uni Innsbruck gab Einblick in die neue Publikation „Nach der Heimat“ (gemeinsam mit Erol Yildiz), die Direktorin Julia Zmugg von der Mittelschule Ilse-Brüll-Gasse berichtete gemeinsam mit dem Poetry-Slam-Experten und Literaturwissenschaftler Martin Fritz vom spannenden Workshop mit den Schüler:innen und Gerhard Hetfleisch machte eine flotte Führung durch die Ausstellung. Für den „guten Kaffee“ mit herrlichen Süßspeisen und damit einen sehr gemütlichen Ausklang sorgte  Julian Schöpf vom Brennpunkt Innsbruck.

 

 

 

 

 

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Die Ausstellung heimat<loser erzählt von den verschiedenen Perspektiven, die Migrant:innen auf das Thema Heimat im Laufe ihres Lebens entwickeln. „Fremde“, „Angekommene“, und „Mehrheimische“ stehen einer  Generation gegenüber, die die Frage nach Zugehörigkeit humorvoll ad absurdum führt und in einer  Realität „nach der Migration“ lebt,  in der entweder alle oder niemand  „zuagroast“ ist. Ein Blick in die Geschichte der Entwicklung der Zugehörigkeit von Personen zu einem Land, einem Staat oder einer Gemeinde umrahmt diese persönlichen Aussage

 

 

 

 

 

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„In Syrien gibt es keine Feuerlöscher. In Österreich schon. Aber in Syrien gibt es Kokospalmen.“

„Für mich bedeutet Heimat Menschen, die mich vergessen lassen, dass ich ein Handy habe.“

Ebenso erfrischend wie nachdenklich sind die Aussagen von Jugendlichen zum Thema „Was ist Heimat?“, die am 2.11 zum ersten Mal präsentiert wurden. Entstanden sind die Texte der Schüler:innen der MS Ilse-Brüll-Gasse im Rahmen eines  Poetry Slam Workshops mit Martin Fritz. Ausschnitte dieser engagierten und persönlichen Texte wurden von der Grafikerin Ines Graus in ein weiteres Rollup zur Ausstellung integriert. Viele Schüler:innen haben auch all ihren Mut zusammengenommen und die Texte professionell eingelesen: Hören Sie selbst!

 

 

 

 Fotos: Jarosch/ ZeMiT

Eine Ausstellung von

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Wir danken dem Stadtarchiv Innsbruck, der Bibliothek des Tiroler Landesmuseums Ferdinandeum
und dem Tiroler Volkskunstmuseum für die zur Verfügung gestellten Bilder. Wir danken den Schüler:innen und Lehrpersonen der MS Ilse Brüll Gasse für die engagierte Teilnahme und Bereicherung unseres Projektes. Wir danken allen, die uns ihre Erfahrungen in Interviews zur Verfügung  gestellt haben.

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