VERANSTALTUNGSREIHE: DER BOSNIEN-KRIEG 30 JAHRE DANACH: PERSPEKTIVEN AUF EIN DIALOGISCHES ERINNERN


Eine Veranstaltungsreihe des Instituts für Zeitgeschichte und Osteuropa-Zentrums der Universität Innsbruck, in Kooperation mit ZeMiT/DAM

Vor 30 Jahren, im April 1992, brach der Bosnien-Krieg aus und machte Bosnien-Herzegowina (BiH) zu einem weiteren Kriegsschauplatz auf dem Balkan. Er verlief mit der knapp vierjährigen Belagerung Sarajevos und dem Massaker von Srebrenica besonders brutal. Der Internationale Strafgerichtshof für das ehemalige Jugoslawien in Den Haag beurteilte es später als Völkermord. Heute gilt es als das schwerste Kriegsverbrechen in Europa seit 1945.

Im Sinne einer inklusiven Erinnerungskultur findet im Frühjahr und Herbst 2022 ein mehrteiliges Veranstaltungs- und Vermittlungsprojekt statt. Der Anlass sind 30 Jahre Beginn des Bosnien-Kriegs mit einem Fokus auf BiH, eingebettet in den größeren Kontext der Länder des ehemaligen Jugoslawien. Es ist ein Nachspüren und Vortasten in ein Geschehen, bei dem die Wunden längst nicht verheilt sind. Es ist die Bemühung, die Perspektiven derer sichtbar zu machen, die es erlebt haben und es erzählen wollen. Und es ist eine Einladung an jene, deren eigene Geschichte es nicht ist, sich damit zu befassen.