erinnerungskulturen

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Projektdauer: Jänner 2014 - laufend

Migrationsgeschichte in Tirol. Sammeln – archivieren – vermitteln.

Im Jahr 2014 initiierte das Zentrum für MigrantInnen in Tirol das Projekt „Erinnerungskulturen“ mit dem Ziel, Geschichte(n) der Migration zu sammeln, zu dokumentieren und dafür zu sensibilisieren.
Um die Tiroler Migrationsgeschichte sichtbar zu machen wurden Interviews mit Zeitzeug_innen mit oder ohne Migrationshintergrund geführt, Betriebsgeschichten durchleuchtet, Gemeinden und Vereine von Migrant_innen kontaktiert, Erzählcafes und Stadtspaziergänge auf den Spuren der Migration durchgeführt und Objekte, Erinnerungsstücke, die Migrationsgeschichten verknüpft sind, gesammelt.

 

Partner und Unterstützer_innen
Das Vorhaben wurde von Beginn an inhaltlich und finanziell von den Integrationsabteilungen des Landes Tirol und der Stadt Innsbruck mitgetragen. Weitere wichtige Kooperationspartner_innen waren im Laufe der Projektumsetzung das Institut für Zeitgeschichte der Universität Innsbruck, das Tiroler Bildungsforum, das Institut der Erziehungswissenschaft der Universität Innsbruck, die Integrationsbeauftragten von Imst und Telfs, sowie das Museum im Ballhaus in Imst, Noaflhaus und viele mehr.

Aus den Bestrebungen die Tiroler Migrationsgeschichte aufzuzeichnen entwickelte sich eine Kooperation zwischen dem ZeMiT und den Tiroler Landesmuseen. In einer mehrjährig angelegten und nachhaltigen Initiative setzen sich die beiden Einrichtungen gemeinsam mit den Kooperationspartner_innen mit der Migrationsgeschichte Tirols auseinander. Ziel ist es, die Bedeutung der Migration für die Tiroler Gesellschaft, Kultur und Wirtschaft sichtbar zu machen. Außerdem soll durch die Aktivitäten das Museum – als Ort regionaler Identität – gerade für Menschen mit Migrationsgeschichte attraktiv werden.

 

Warum Migrationsgeschichte sammeln?

 

Trilogie der Migrationsgeschichte
2016 zeigte das Tiroler Volkskunstmuseum die Austellung „Alles fremd – alles Tirol“, das ZeMiT gestaltete im Rahmen des Projektes Erinnerungskulturen des Rahmenprogramm zur Ausstellung mit.
2017 wurde am 2.6.2017 die Ausstellung „Hier Zuhause. Migrationsgeschichten aus Tirol“ eröffnet, die von den Projektpartnern (link) gemeinsam gestaltet wurde. In der Ausstellung kommen 27 Zeitzeug_innen in Videos zu Wort und verleihen damit der Tiroler Migrationsgeschichte ein Gesicht. 200 Objekte von Objektgeber_innen erzählen Teile der Tiroler Migrationsgeschichte, die bisher kaum beachtet war. Die Ausstellung ist von 2.6.2017 bis 3.12.2017 im Tiroler Volkskunstmuseum zu besichtigen.
2018 wird im Tiroler Ferdinandeum das „Forum Migration“ abgehalten, bei dem Vereine, Institutionen und Interessierte eingeladen sind, zu den Themen Migration und Flucht Veranstaltungen abzuhalten und Raum zur Diskussion zu schaffen.

 

Wir sammeln Migrationgeschichte
BRINGEN SIE IHRE ERINNERUNGSSTÜCKE VORBEI UND ERZÄHLEN SIE IHRE GESCHICHTE.
Weitere Informationen unter: www.wirsammelnmigration.at

Ansprechpartner_innen:  Sónia Melo und Gerhard Hetfleisch (ZeMiT), Christina Hollomey-Gasser (derzeit in Karenz).
Kooperationspartner_innen: Tiroler Landesmuseen/ Tiroler Volkskunstmuseum, Amt der Tiroler Landesregierung, Abt. Gesellschaft und Arbeit – Integration, Stadt Innsbruck – MAIII – Stadtplanung, Stadtentwicklung und Integration, Tiroler Bildungsforum – Verein für Kultur und Bildung, Universität Innsbruck – Institut für Zeitgeschichte

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Derzeit wird das Projekt aus Mitteln des Landes Tirol und der Stadt Innsbruck finanziert.

pdfProjektflyer Erinnerungskulturen

 

Berichte und Dokumente zum Nachlesen

pdfProjektbericht Erinnerungskulturen2.77 MB

Die 5. Tiroler Integrationsenquete zum Thema "erinnern - verstehen - anerkennen" fand am 30. Oktober 2014 in Zusammenarbeit mit dem Projekt Erinnerungskulturen statt. Die Veranstaltung wurde von Radio Freirad dokumentiert. Alle Audiodateien sind unter folgendem Link hörbar: http://cba.fro.at/series/5-tiroler-integrationsenquete

Tiroler Chronist zum Thema Arbeitsmigration im Dezember 2014 erschienen
Tiroler Chronist 133 smallDie Zeitschrift "Tiroler Chronist", herausgegeben vom Tiroler Bildungsforum, widmete sich im Dezember 2014 (Ausgabe 133) erstmals gänzlich dem Thema Migration in Tirol im 20. Jahrhundert.

 

 

 

Biographiearbeit und Erzählcafe an der Schule
Erinnerungskulturen Lebensbaum webIm Juni 2015 fanden im Rahmen des Projekts Erinnerungskulturen Schulworkshops statt, in denen sich SchülerInnen und Jugendliche mit sich selbst und dem Thema Migrationsgeschichte in Tirol auseinandersetzen konnten. Die neu erarbeiteten Biografie- und Erzählcafes bauten auf den Erfahrungen des Methodensets "Diversity4Kids" auf und wurden mit zwei Klassen der NMS Wilten und NMS Jenbach erprobt.

Hier ein Bericht vom Besuch and der Praxis-NMS der PHT in Innsbruck.

2014 wurde das Projekt aus Mitteln des EIF, des Landes Tirol, der Stadt Innsbruck und des Städtebundes/ Landesgruppe Tirol finanziert.

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Von Jänner 2015 bis Juni 2015 wurde das Projekt aus Mitteln des BMEIA, des Landes Tirol und der Stadt Innsbruck finanziert.

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